Starke,
farbintensive und deutliche Formen bevölkern die
Malereien der Kölner Künstlerin Saskia Stephan.
Ihre
Arbeiten wirken auf mich klar komponiert und im Spiel
von
Formund Restform in einem befremdenden Kräftegleichgewicht.
Und
dennoch hat es den Anschein, als schöpfe die Künstlerin
ihre
Bilder direkt aus dem Tiegel archaischer Weiblichkeit.
Sie
lädt mich, fern von zeitgeistigen Bewegungen, zum Stehen-
bleiben und Luftholen ein, lässt mich das Licht ihrer
Arbeiten
genießen und reißt mich, durch die eigenständige Symbolik,
gleichsam aus der Trance bequemlicher Harmonien.
Und
schließlich rankt sich die weiche Gesamtausstrahlung
ihrer
Bilderwelten um die eigenwillige Präzision und
Härte der
technisch ausgefeilten
Umsetzung.
Von
diesen leisen Gegensätzen sind ihre Arbeiten, mit denen
sie zu verzaubern weiß, auffallend geprägt.
Henri Winter
